werbung in fremder sache;)

23.4.06 11:40


plasphemie rockt!

popetown



ich hab leider noch keine folge gesehen, aber der jungle world artikel hat mich neugierig gemacht.

Wo der Spaß aufhört

»Popetown«. Nicht nur Katholiken haben da nichts mehr zu lachen. Einen infantilen Papst, »der den Charme eines unausstehlichen Siebenjährigen versprüht«, und ähnliche Interpretationen des Vatikan-Alltags verspricht der Sender MTV in der neuen Serie »Popetown«. Für diese wirbt er mit einer Anzeige unter dem Motto »Lachen statt rumhängen«, die einen lachenden Jesus zeigt, der sein Kreuz abgelegt und sich statt dessen der Glotze zugewandt hat.

Der Deutsche Werberat sprach eine Rüge gegen MTV aus, da die Werbung die religiösen Gefühle von Christen eklatant verletze. Die bedrängten Katholiken erfahren sogar nachträglich überkonfessionellen Schutz gegen den blasphemischen Angriff: Der Zentralrat der Muslime ließ wissen, man habe durchaus Humor, aber »wo das Heilige der Religionen respektlos in den Schmutz gezogen wird, hört der Spaß auf«. Evangelische Christen initiierten gar eine Boykottkampagne.

Als stärkster Fels in der Brandung erwies sich jedoch wieder einmal der parteiförmige Arm der katholischen Kirche, die CSU: Man müsse über eine Änderung des »Gottesläster-Paragrafen« nachdenken, um den Schutz des Religiösen zu verbessern, fordert Edmund Stoiber. Für alle, die es lieber mit der glaubensfernen Serie halten wollen, gilt: »Popetown« startet am 3. Mai auf MTV. (pp)
21.4.06 00:13


auf meinem mp3-player



the fall of troy-doppelgänger (heute grad gekauft, klingt wie ne mischung aus at the drive in, the blood brothers und coohed and cambria)

thrice-vheissu
from autum to ashes-abandon your friends
the bled-pass the flask
thursday-full collapse
the blood brothers-crimes
the blood brothers-burn, piano island, burn
20.4.06 23:59


wenn antiimps marschieren...

... geht es meist gegen israel oder die usa.



wie nicht anderes zu erwarten, mobilisiert der antiimperialistische teil der österreichischen linken gegen den bush besuch am 21. juni in wien.

mit dabei sind so ziemlich alle organisationen aus österreich die sich selbst irgendwie als antiimperialistisch verstehen. also von meinen freunden vom funke bis zu den hamasniks von der aik.

hier mal die liste der teilnehmenden organisationen

Anatolische Föderation, Antiimperialistische Koordination, ArbeiterInnenstandpunkt, Arabischer Palästina Club, Austrian Social Forum - Vorbereitungsgruppe, ATIGF - Föderation der Arbeiter und Studenten aus der Türkei in Österreich, HÖC - Front für Rechte und Freiheit, Funke, Gewerkschaft der Privatangestellten - Jugend, Irakische Gemeinde, Kommunistische Jugend Österreich - Ost, Kommunistische Initiative, Leo Gabriel, Linkswende, Netzwerk gegen eine EU der Konzerne und Militärs, ÖDP - Partei für Freiheit und Solidarität, Palästinensische Gemeinde, REVOLUTION, Sozialistische Alternative, Sozialistische Jugend Wien, Werkstatt für Frieden und Solidarität.

gründe gegen diese antiimperialistische linke zu sein gibt es genug, einige möchte ich mal aufzählen:

der massenansatz: gerade in einem land in dem die massen ganz klar rechts stehen, erreicht mensch die massen eben nur mit resentiments, in diesem fall antiamerikanismus. dieser antiamerikanismus vereint den österreichischen mob zur volksgemeinschaft. vom bregenzerwälder bauern über den neonazis aus braunau bis zum linken antiimp aus wien, haben sie alle den selben feind. Massenansatz heißt eben immer, resentiment statt analyse und regression statt emanzipation.

personifizierte kritik: gerade in diesem fall ist das ziemlich extrem, richtet sich doch die kampagne ausschließlich gegen bush. eine linke die anhand der marxschen analyse den kapitalismus analysieren würde, würde eine solche kampagne nie mittragen. aber von marxscher analyse und kritik haben diese gruppen keine ahnung, mögen sie sich auch noch so offensiv marxistinnen nennen. diese antiimperialistische linke hat eben keine ahnung davon, dasz der kapitalismus eine abstraktes herrschaftssystem ist. nein sie versucht viel eher den kapitalismus so zu bekämpfen als wäre es der feudalismus. da hatte es vielleicht noch sinn gemacht gegen personen vorzugehen, doch im kapitalismus ist das keine option mehr. eine solche analyse ist dann im besten fall einfach nicht emanzipatorisch, im schlimmsten fall führt sie nach auschwitz!


strukturellen antisemitismus, fetischisierten antikapitalismus und empirische unwahrheiten der antiimperialistischen ideologie hab ich schon
hier genauer beschrieben.
20.4.06 23:29


finde den fehler;)

12.4.06 10:32


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